Entbindest du noch oder gebierst du schon?

Vor einiger Zeit habe ich eine Diskussion in einem Forum verfolgt. Eine werdende Mutter wandte sich an die (Forums-) Öffentlichkeit, um auf folgende Frage eine Antwort zu finden:

Fragende: „Ich möchte die ‪‎Geburt meines Babys am liebsten komplett alleine durchstehen, d.h. bestenfalls zu Hause in einer Ecke verkrochen […]. Ich habe doch sehr große Bedenken, dass eine Geburt im Krankenhaus ansonsten viele Störfaktoren mit sich bringt, wie regelmäßige Ärztekontrollen, Muttermunduntersuchung usw. Das alles kann den Geburtsverlauf stoppen und das Risiko für einen Kaiserschnitt erhöhen. Den Vorgang der Geburt empfinde ich als sehr privat, ich möchte ja auch nicht, dass mich irgendwer zur Toilette begleitet. […] Nun meine Frage, ist es möglich, dass ich die regelmäßigen und nicht ganz unangenehmen Untersuchungen während der Wehen verweigern kann und quasi „alle rausschicken“ kann? Sofern natürlich keine Gefahr für das Baby besteht?“

Die Antwort kam prompt:

„Ich würde jetzt mal sagen, dass es schwierig ist ins Krankenhaus zu gehen, aber dann zu sagen „ich bestimme alles alleine und keiner soll dabei sein.“ Man muss ja schon auch die fachliche Expertise anerkennen und eben auch die Entscheidung abgeben können, was erforderlich ist und was nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine in den Wehen liegende Erstgebärende das alles einschätzen kann. Gibt zwar solche Meinungen, aber ich persönlich finde es befremdlich, dass man das alles als so feindselig und kontraproduktiv erlebt. In erster Linie geht es ja darum, dass nach bestem Stand der Technik im Krankenhaus ein gesundes Kind auf die Welt kommt.“

Auf den Punkt gebracht: Darf ich selbstbestimmt und aus eigener Kraft in einem Kreißsaal mein Baby gebären? Nein, du musst die Entscheidung abgeben, denn du bist fachlich und psychisch gar nicht in der Lage.

Das ist Geburtskultur in Deutschland, bei der nach bestem Stand der Technik im Krankenhaus ein gesundes Kind auf die Welt kommt. Die Mutter mit ihren Bedürfnissen, ihrem Urwissen und ihrer Gebärkraft ist dabei faktisch noch nicht mal Nebensache. Statt zu gebären, lassen sich Frauen entbinden.


Ich freue mich sehr, dass ich euch heute diesen wunderbaren #Gastbeitrag von Alina Bronsky und Denise Wilk präsentieren darf. Es geht um ein Märchen.

Das Märchen von der unterstützenden Geburt


Zwei Geburtshelferinnen feiern ein Jubiläumsfest und laden alle Familien ein, die sie betreut haben. »Na, wer von den ­beiden hat dein Kind zur Welt gebracht?«, fragt ein Gast eine an­wesende Mutter. Die Frau stutzt. »Eigentlich«, sagt sie, »war ich das selbst.«

Wer wird dich entbinden?

Es gibt wenige Ereignisse im Leben, die so emotional aufgeladen sind wie eine Geburt. Nicht umsonst wird im gleichen Atemzug auch der Tod genannt. Beide Vorgänge verbindet die Unausweichlichkeit des Übergangs. Beide sind aus dem häuslichen Umfeld in spezialisierte Anstalten verbannt worden. Beide machen Angst.

Eine Geburt ist eine körperliche und psychische Grenzsituation, die in unserem Kulturkreis mit unerträglichen Schmerzen und Hilflosigkeit assoziiert wird. Die Geburtsszenen in Filmen lassen bereits junge Mädchen erblassen und schwören, sie würden sich so etwas nie freiwillig antun. Schon Zwölfjährige beschließen, ihr künftiges Baby per Kaiserschnitt zu bekommen. Von Filmszenen abgesehen bleibt eine Geburt ein Mysterium. Kinder, die aus nächster Nähe erlebt haben, wie zum Beispiel ihre Geschwister zur Welt kommen, sind absolute Rarität. Dennoch gilt als sicher, dass es bei einer Geburt laut, blutig und dreckig zugeht. Wenn man Pech hat, kann man damit ganz schön Autositze versauen. Von klein auf wird vermittelt, dass es besser ist, mit Geburten nichts zu tun haben. Am besten auch nicht mit den eigenen.

Operative Entbindungen sind inzwischen nicht mehr dem Notfall vorbehalten, sondern Normalität: Jedes dritte deutsche Baby kommt per Kaiserschnitt zur Welt. Auch zum herkömmlichen Geburtsweg gibt es jede Menge Begleitmaßnahmen. In manchem Krankenhaus wird grundsätzlich eine Periduralanästhesie (PDA) aufgedrängt, eine Betäubung der unteren Körperhälfte mit Hilfe einer Kanüle im Rückenmarksraum. Werden die Wehen zu schwach – und das werden sie in Krankenhäusern erstaunlich oft –, ist ein Tropf mit Wehenmitteln nicht weit. Gerät das Baby unter Stress, kann mit Saugglocke oder (inzwischen selten) Zange nachgeholfen werden.

Bei so einer Palette an unterstützenden Mitteln entsteht der Eindruck, dass die werdende Mutter sich einfach zurücklehnen und die Beine öffnen soll, und irgendjemand kriegt das Kind schon aus ihr he­raus. Ärztliche Geburtshelfer oder langgediente Kreißsaal-Hebammen rühmen sich dann gern der mehreren tausend Babys, die sie »zur Welt gebracht haben«. Die meisten Zuhörer finden diese verbale Aneignung völlig in Ordnung. Da die Kreißsäle inzwischen nicht mehr nüchtern gekachelt sind, kann die Frau, so wird es suggeriert, vor lauter Nichtstun die in warmen Farben gestrichenen Wände bewundern, die man ihr beim Informationsabend vorgeführt hat. Dann geht ihr vielleicht auch der Satz »Man hat mich entbunden« leichter über die Lippen.

Komischerweise sind viele Mütter nach intensiv unterstützten Geburten trotz des Babyglücks gar nicht so froh, wie man es von ihnen erwartet. Sie sind überrascht von den körperlichen Folgen der Eingriffe, die weder nach der PDA noch nach einer großen Bauchoperation ein Klacks sind. Auch die Psyche verweigert den Jubel: Manche fühlen sich missbraucht, und andere empfinden sich als Versagerinnen. Je mehr Eingriffe, desto trauriger, und seien noch so viele Schmerzmittel geflossen.

Für das empfundene Unglück werden paradoxerweise häufig die Befürworter der natürlichen Geburt verantwortlich gemacht. Nach dem Motto: Wenn sie bloß den Mund hielten und nicht herumposaunen würden, was für ein Fest eine Geburt bei guter, maximal zurückhaltender Begleitung sein kann, dann würden andere Mütter gar nicht merken, was ihnen vorenthalten wurde. So wird den Frauen nicht nur die körperliche Kompetenz abgesprochen, sondern sie werden auch noch für dumm verkauft. Viele flüchten sich in die Vorstellung, die an ihnen vorgenommenen Eingriffe hätten ihnen und dem Baby das Leben gerettet – so lässt sich die Erinnerung leichter aushalten.

»Das ist aber mutig!«

Ja, wir sind durchaus voreingenommen: Sieben unserer zusammengezählt zehn Kinder sind außerhalb eines Krankenhauses zur Welt gekommen. Wie die meisten Frauen, die eine Hausgeburt erlebt haben, können wir uns keine besseren Umstände für die Ankunft eines neuen Familienmitglieds vorstellen. Damit gehören wir zu den höchstens zwei Prozent bundesweit, die sich für eine Geburt außerhalb einer Klinik entscheiden. In Berlin sind es immerhin vier Prozent.

Dass Kinder in einem Kreißsaal zur Welt kommen, ist für die meisten Eltern Normalität, die gerade beim ersten Baby selten hinterfragt wird. Man darf davon ausgehen, dass dennoch viel mehr Frauen gern zu Hause gebären würden – zum Beispiel, weil sie in einer Klinik schlechte Erfahrungen gemacht haben. Und bei vielen gibt es keine medizinischen Gründe, die dagegen­sprechen. Trotzdem gehen auch zweifelnde Schwangere aus Angst und mangelnder Unterstützung widerwillig ins Krankenhaus. Selbstverständlich sind wir der Meinung, dass Frauen sich für einen Kreißsaal entscheiden dürfen – und manchmal müssen. Dennoch setzen wir uns dafür ein, dass unser Gesundheitswesen die Option Hausgeburt am besten fördern, mindestens aber bewahren muss.

Wer sich nicht nur unter Gleichgesinnten zu außerklinischen Geburten bekennt, erlebt merkwürdige Dinge. Der Exotenstatus ist garantiert, und der bereits eingeführte Satz »Das ist aber mutig!« ist keines müden Lächelns mehr wert. Wahrscheinlich geht es Haus­geburtseltern in den meisten Industrienationen ähnlich. »Nur um Sie zu schockieren: Wir brachten das Kind zu Hause zur Welt«, provoziert der US-Comedian und inzwischen fünffache Vater Jim Gaffigan. »Die meisten sind dann gleich so: ›Wir dachten auch darüber nach, aber wir wollten, dass unser Kind überlebt.‹« Es werde automatisch Faulheit unterstellt – als ob man einfach keine Lust gehabt hätte, sich für die Fahrt noch mal anzuziehen. »Krankenhaus? Wo sich all die Kranken tummeln?«, ätzt Gaffigan zurück. »Wollte Ihre Frau wirklich in einem Nachthemd gebären, in dem gestern jemand gestorben ist?« Auszüge seines Programms gibt es auf YouTube, und sie sind wirklich komisch.

Ängste gehören zum Muttersein, auch wir sind alles andere als frei davon. Werden wir gefragt, warum wir uns für eine Hausgeburt entschieden haben, dann antworten wir: Für eine Geburt ohne Not (sprich eine Komplikation, die wirklich ärztlichen Eingreifens bedarf) ins Krankenhaus zu gehen – das ist mutig. Selbstverständlich gibt es Fälle, die die unmittelbare Nähe eines OPs oder einer Intensivstation für Neugeborene erfordern. Sehr viele Frauen und ihre Kinder sind jedoch besser dran, wenn sie einfühlsam begleitet und mit unnötigen Eingriffen verschont werden. In den meisten deutschen Krankenhäusern bleibt dies ein frommer Wunsch.

Anästhesie statt Zuwendung

Es steht außer Zweifel, dass eine Geburt Ruhe, Intimität und Vertrautheit braucht, wie es einst der legendäre französische Geburtshelfer Michel Odent formulierte. Alles andere stört – bis zum kompletten Stopp. Dennoch wird es den Frauen als normal verkauft, dass eine Geburt mit einem Ortswechsel in eine meist beängstigende Umgebung beginnen soll, wo fremde Menschen mit Worten, Händen und Instrumenten in ihre Intimsphäre einbrechen.

Nicht einmal jede zehnte Krankenhausgeburt verläuft ohne medizinische Eingriffe. Bei jeder fünften Frau wird die Geburt mit Medikamenten eingeleitet, jede dritte bekommt mittendrin Wehenmittel, mehr als die Hälfte eine Anästhesie. Nicht nur Kritiker sprechen inzwischen von einer »Interventionskaskade«. Da die fremde Umgebung wehenhemmend wirkt (der Körper schreit geradezu: »Hier will ich es nicht tun!«), die ärztlichen Leitlinien aber einen engen Zeitrahmen vorgeben, bekommen die Frauen Wehenmittel, um die Geburt voranzutreiben. Diese sorgen, verbunden mit der Anspannung, für unerträgliche Schmerzen. Die als Segen verkaufte PDA wird verabreicht, was die meisten Frauen in eine passive Lage zwingt. Medikamente und fehlendes Gespür der betäubten Mutter setzen dem Baby zu. Bei abfallenden Herztönen wird die Geburt per Saugglocke oder Notkaiserschnitt beendet. So kommen viele Geschichten zustande, in denen die Frauen sich gerettet fühlen – vor einer Katastrophe, die die Eingriffe selbst ausgelöst haben.

Die Hände eines guten Geburtshelfers gehören in die Hosentaschen – dieser alte, wunderbare Grundsatz hat keinen Platz in einer Geburtshilfe, die auf Pathologie statt Respekt und Unterstützung ausgerichtet ist. Natürliche Geburten kommen in der ärztlichen Ausbildung kaum vor. Aktualisiertes Wissen schafft es nicht oder nur mit großer Verspätung in die Praxis. So ist längst bekannt, dass es bei einer physiologischen Geburt ein filigranes Wechselspiel zwischen Mutter und Kind gibt: Auf den Wehenschmerz reagiert der mütterliche Körper mit Endorphinen, die auch das Baby über die Nabelschnur bekommt. Wird bei einer PDA der Schmerz lokal abgeschaltet, bleiben auch die Endorphine aus. Das Kind ist dem Geschehen ohne das ihm zustehende Naturdoping ausgeliefert. Letztendlich wird dem Baby das zugemutet, was man der Frau mit einer unverantwortlichen Aufdringlichkeit abnehmen will. Das Kind macht nicht mehr mit, die Herztöne fallen ab, die Eingriffsspirale dreht sich weiter. Dennoch werden jene Frauen, die Schmerzmitteln zurückhaltend gegenüberstehen, als Märtyrerinnen verspottet.

Die Liste der Ignoranz-Punkte ließe sich beliebig fortsetzen. Obwohl nachgewiesen ist, dass die Rückenlage nach dem Kopfstand die zweitungünstigste Position für die Geburt ist und nur wenige Frauen sie freiwillig einnehmen, werden sie in Kreißsälen mit mal mehr, mal weniger sanftem Druck an anderen Haltungen gehindert. Angeblich hat der französische König Louis XIV. diese Position populär gemacht – um bei Geburten am Hof besser zuschauen zu können. So müssen Frauen in einer unphysiologischen, unbequemen und nicht zuletzt demütigenden Position gebären, in der sie Blicken und Händen hilflos ausgeliefert sind. Geburtshelfer, die bereit sind, ein Kind auch aus der Hocke zu empfangen, sind in Krankenhäusern eher selten. Eine Gebärende aus Bequemlichkeit in eine falsche Haltung zu zwingen und damit den natürlichen Ablauf zu behindern ist ein Kunstfehler, der sich in deutschen Kreißsälen täglich abspielt.

Immer noch ist es in Krankenhäusern unerwünscht, wenn Frauen bei ihren Geburten die aktive Rolle übernehmen. Schließlich gilt es als ausgemacht, dass sie sogar zum Pressen angewiesen werden müssen. Dabei ist der Pressdrang bei physiologischen Geburten ein Reflex, der sich schlicht nicht unterdrücken lässt. So zementiert sich der Eindruck, dass die werdende Mutter nicht die aktive Hauptperson des Geschehens ist, sondern ein Störfaktor, den es auszuschalten gilt.

Umso zynischer ist, dass die miteinander konkurrierenden Kreißsäle die Schwangeren bei Infoabenden und Besichtigungen oft mit genau den Versprechen locken, die sie mit großer Wahrscheinlichkeit brechen werden. Der Kostendruck im Gesundheitswesen ist hoch, für geduldiges Abwarten und Ruhe, die zwischen Trauma und Triumph entscheiden können, ist in Zeiten der Personalknappheit trotz anderslautender Lippenbekenntnisse keine Zeit. Und unter Wehen haben die meisten Frauen Besseres zu tun, als mit den Menschen zu diskutieren, auf deren Unterstützung sie angewiesen sind.

Manche engagieren deswegen in weiser Voraussicht eine Doula – eine Helferin, die mit ihnen durch die Höhen und Tiefen der Geburt geht, ergänzend zur Geburtsbegleitung durch Hebamme oder Ärzte. Die Mediziner Marshall H. Klaus und John H. Kennell haben das neue Berufsbild untersucht, das in seiner jetzigen Form aus den USA stammt und mittlerweile auch in Deutschland an Bedeutung gewinnt. Eine Doula ist durch die Begleitung während der Schwangerschaft vertraut und garantiert auch im hektischen Kreißsaalgeschehen mit wechselndem Personal die Eins-zu-eins-Betreuung für die komplette Dauer der Geburt. Frauen, die eine solche Unterstützung an ihrer Seite haben, gebären ihre Kinder im Schnitt zwei Stunden schneller und bekommen um fünfzig Prozent seltener einen Kaiserschnitt, schrieben Klaus und Kennell bereits 1995 in ihrem Buch Doula – der neue Weg der Geburtsbegleitung. Eine jüngere Analyse der University of Toronto mit 15 000 Frauen bestätigt, dass eine durchgehende Begleitung, die weder zum medizinischen Personal noch zur Familie der Gebärenden gehört, die Chancen auf schnellere Geburten bei weniger Eingriffen erhöht. Selbst die Babys sind in diesem Fall fitter. Einen deutlicheren Beweis dafür, was Mütter beim Kinderkriegen wirklich brauchen, kann es wohl kaum geben.


EDIT Buchverlosung: Ich habe das Los entscheiden lassen. Ein Buch ist auf dem Weg nach Österreich und das andere findet seine neue Heimat in Bayern.


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Alina Bronsky, Denise Wilk | Die Abschaffung der Mutter – Kontrolliert, manipuliert und abkassiert – warum es so nicht weitergehen darf

Deutsche Verlags-Anstalt | ISBN 978-3-421-04726-7

 

 


Liebe Grüße,

Silke von Elternstimme sichere Geburt

 

 


 

19 Kommentare

  1. Christine · · Antworten

    Liebe Silke,

    gerne nehmen ich Deine Einladung hier zu kommentieren an. Und werde mir vermutlich nicht nur Freunde machen 🙂 Denn was mich an den Statements zur Förderung der „Ich gebähre“ Kultur schon länger gewaltige stört, ist der immer wieder angeführte Königsweg der Lösung des Problems, nämlich der Begleitung durch eine Doula. Denn letztendlich, wenn man es mal ganz genau nimmt, signalisiert eine Doula einer Frau nichts anderes wie es so viele Ärzte oder das Kliniksystem es tun: Nämlich, dass sie es gerade nicht alleine schaffe kann. Dass sie (bzw. das Paar) zur Verteidigung ihrer Rechte unbedingt eine erfahren Frau an ihrer Seite brauchen, dass die Hebamme ihnen zwar gute fachlich-medizinische Begleitung bieten kann, es für das emotionale Befinden, das ja letztendlich ein großer Faktor für eine möglichst Interventionsarme Geburt, jedoch selbst bei einer 1:1 oder 1:2 Situation bei einer außerklinischen Geburt, auf jeden Fall jedoch in der Klinik, zwingend die Doula braucht. Denn so wie eine Frau im Zweifelsfall sagt „Das habe ich nur mit der rettenden PDA, dem erlösenden Kaiserschnitt, etc. geschafft“ kann auch relativ leicht ein Gefühl von „ohne meine Doula hätte ich mich nie durchsetzen können und mein Kind gut auf die Welt bringen können“ hängenbleiben.
    Und bevor der wütende Doula Sturm über mich hereinbricht, hole ich mir noch schnell prominente Unterstützung, denn dieser, mich so überzeugende Gedanke gegen die Begleitung durch eine Doula, stammt leider nicht von mir, sondern der im Artikel zitierte Michel Odent persönlich hat ihn einst in einem Interview mit Nora Imlau angeführt.

    Und auch wenn ich die Autorinnen vielleicht eher kritisiere, würde ich mich sehr freuen, wenn der Wetterbericht und Deine Stimmung mich in den Genußdes Buches kommen lassen würden.

    Schöne Grüße und danke für Deinen tollen Blog, Christine

    P.S. Ich selbst habe übrigens dennoch noch ein paar mehr Kritikpunkte an der Rolle und Funktion der Doula, hebe mir die jedoch gerne für den nächste Artikel auf, schließlich will ich noch öfter was gewinnen.

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    1. Danke für deinen ausführlichen Kommentar, Christine. Ich selbst bin nicht erfahren mit Geburten, die von Doulas begleitet werden. Ich verstehe die Rolle der Doulas bisher so, dass sie die Frauen stärken, indem sie sie begleiten und die emotionalen Regungen auffangen, ihnen das Gefühl geben, nicht allein zu sein und damit ihre Gebärkraft potenzieren. Das mag für einige Frauen der richtige Weg zu sein. Vielleicht haben sie sonst niemanden, der sie bei der Geburt stützen kann. (ich denke da an den eigenen Partner, oder die eigene Mutter, Freundin und/oder eine Hebamme natürlich)
      Du sprichst jedoch einen interessanten Punkt im Geburtsverlauf an. Diese empfindliche Stelle, an der frau zwischen voller Konzentration der Geburtsarbeit und möglichen Entscheidungsfindungen ist. Es kann ein belastender Moment sein, sich aus dem emotionalen Geburtsfluss loszureißen und die Ebene des Verstandes zu betreten, um die Befähigung für eine rationale Entscheidung zu finden. Was tut sie an dieser Stelle? Hat sie vorgesorgt und überlässt sie diese Entscheidung einer vertraueten Person (Partner, Doula, Hebamme), mit der sie zuvor schon alle Eventualitäten durchdiskutiert hat? Gibt sie alles an die Ärzte ab? Oder bleibt sie im Geburtsfluss und lässt ihren Körper entscheiden? Und wenn sie die Entscheidung an andere Personen abgibt, verliert sie dann die Kontrolle und/oder gibt sie Macht ab? Und was machen die anderen mit diesem Zugewinn an Macht und Kontrolle? Das ist ein großes Thema mit vielen Facetten. Wo beginnt die Entbindung von Verantwortung und wo endet Selbstbestimmung.

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      1. Christine · ·

        Danke, dass Du meinen begonnenen Gedanken auf die Metaebene bringst. Tolle Frage, wo Selbstbestimmung endet und die Abgabe von Verantwortung beginnt. Letztendlich eine ähnlich Grenzsituation wie die, wo (im schlimmsten und sehr seltenen Fall) das Recht auf Selbstbestimmung der Mutter das Recht des Kindes auf körperlich Unversehrheit (gemeinhin das Kindeswohls genannt) berührt. Muss ich darüber nachdenken.

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  2. meinen sohn habe ich 2013 im krankenhaus geboren – für 4,4kg erstaunlich interventionsarm und selbstbestimmt, dachte ich lange. also nur dauer ct, blasensprengung, wegentropf, kristellern, dammschnitt…
    seit ich meine tochter anfang 2016 wunderbar begleitet und geborgen zuhause auf die welt gebracht habe, weiß ich wie respekt- und würdevoll eine geburt wirklich sein kann.

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    1. Danke, Corina. Viele Frauen denken bei der ersten Geburt- das ist normal, so läuft das eben, bis sie das Gegenteil erleben.
      So ging es mir auch. Nach der ersten Geburtserfahrung hätte ich nie gedacht, dass das, was ich erlebt habe, nur knapp 7 % aller Frauen widerfährt. (interventionsfrei, kraftgebend, würdevoll) Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich merkte, dass ich nicht der „Norm“ entsprochen habe, dass Gebären in Deutschland nicht frauenzentriert, sondern größtenteils technisiert und fremdbestimmt ist.
      Ich bin dankbar für jede Frau, die diese Erfahrung wenigstens einmal machen konnte, auch wenn vielleicht zuvor die geballte Geburtsrealität zugeschlagen hat. Und für dich und deine Tochter freue ich mich auch für diese schöne Erfahrung. Und für deinen Sohn, der so eine mutige und kraftvolle Mutter hat.

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  3. Eine Geburtskultur der „abgeschafften Mutter“ wird noch in viel zu vielen Kreißsälen ‚gelebt‘. Beurteilen kann diese Mutter, der ‚Störfaktor‘ unter der Geburt, eigentlich meist n i c h t s, wirklich entscheiden nahezu n i c h t s, wozu dann überhaupt aufklären? Sie kann ja entbunden und ‚gerettet‘ werden (z.B. aus Situationen, in welche sie ohne „Anästhesie-Hilfe“ gar nicht erst geraten wäre) – eben viel zu häufig auch aus kranken-haus-gemachten Notsituationen.
    Es ist diese Geburtskultur, die abgeschafft gehört! Es braucht gerechte – für jede Mutter individuelle Geburtshilfe (individuelle Geburtshilfe ist keine standardisierte Geburtsmedizin). Und erst ein guter Personalschlüssel (bzw. Zugang zu Hebammenhilfe) ermöglicht eine solch qualitativ gute Geburtshilfe – egal, welche Geburt ‚gewünscht‘ ist (Hausgeburt, Krankenhausgeburt (mit mehr oder weniger Anästhesie), Wunschkaiserschnitt). Ist es nicht die Mutter, die ihren Körper und ihr Baby am besten kennt und am Ende ihr ganzes Leben mit dieser Geburt leben muss? Vgl. Grundgesetz, Artikel 6 : „Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.“. Mir erschließt es sich ehrlich gesagt nicht, was diese derzeitige Geburtskultur zum besonderen Schutze der Familie beiträgt…
    Mein Lieblingssatz hier im Blog, der die Situation wirklich auf den Punkt bringt: „Umso zynischer ist, dass die miteinander konkurrierenden Kreißsäle die Schwangeren bei Infoabenden und Besichtigungen oft mit genau den Versprechen locken, die sie mit großer Wahrscheinlichkeit brechen werden.“ Wo ist hier eigentlich der Verbraucherschutz? Hat wohl noch keine Klinik abgestraft…

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    1. „Es ist diese Geburtskultur, die abgeschafft gehört!“ Mascha, so gern ich (fast) alles von dir Gesagte unterschreibe- aber diese Geburtskultur sind wir selbst, die Frauen. Wir wurden als Mütter nicht nur abgeschafft, wir haben uns auch abschaffen lassen. Kultur wird definiert durch die, die sie leben. Dazu gehören die Geburtshelfer, Ratgeber, Mütter etc…
      Danke für deinen Kommentar, Mascha.

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  4. Ich habe beide Kinder geboren, statt mich entbinden zu lassen. Das eine in hektischer Atmosphäre – wohl auch bedingt durch die BEL – im Krankenhaus, das andere mit wunderbarer 1:1 Betreuung daheim. Ich denke Frauen werden erst dann gebären wollen und auch hinterfragen, wie, wenn das Bewusstsein über die Wichtigkeit des Geboren werdens von Mutter und Kind weiter ins Bewusstsein rückt. Ich habe mich nun entschlossen Hebamme zu werden, da ich für mich selbst eine Doula zunächst als Flickwerk für unser kaputtes System ansehe. Wir alle zahlen doch für die Hebammenversorgung, da sollte die doch bitte nicht nur auf dem Papier bestehen.

    Landete eins der Bücher bei mir so würde ich sie gern durch meinen Kurs reichen – denn als Frau ohne Geburtserfahrung fehlen manchmal die Berührungspunkte dazu, warum die Frauen, nicht die Hebammen, die Kinder zur Welt bringen.

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    1. Ich wünsche dir alles Gute für deine Ausbildung, Uli. Vielleicht findest DU ja den „Reset-Knopf“, damit Frauen wieder auf ihr Urwissen zurückgreifen können und auf ihre ursprüngliche Kraft. Dieses Wissen steht nämlich in keinem Buch.

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  5. Tatsächlich fällt es mir oft schwer nicht Verschwörungstheorien aufzustellen zu diesem Thema, denn es erscheint fast systematisch wie Frauen und speziell Schwangeren wissen vorenthalten wird und ein völlig verzerrtes Bild von normal vermittelt wird, was die Geburt betrifft. Und alles was nicht diesem vermeintlichen normal entspricht ist natürlich reine Räucherstäbchenschwenkerei und quasi Körperverletzung am ungeborenen Kind….und alles nur damit das Gesundheitswesen rentabel wird ? ….
    Natürlich ist es von Frauenseite ausbleibende Initiative und ein sich-entmündigen-lassen, was diese Entwicklung unterstützt, aber mir scheint es als käme das ausgerechnet aus dem Gleichberechtigungsbedürfnis, aus einer falsch verstandenen Emanzipation heraus, die Frauen nicht zu starken Frauen sondern zu (fast) ebenbürtigen Männern machen will, die Frauen um jeden Preis konkurrenzfähig halten will.
    Ein schneller, planbarer medizinischer Eingriff passt da viel besser als ein archaisches, sich der Natur auslieferndes womöglich tagelanges „Leiden“. Dass die selbstbestimmtes Geburt der Inbegriff der Stärke einer Frau ist, wird dabei übersehen, vielleicht, weil es auch der Inbegriff der Unterschiedlichkeit dem Mann gegenüber ist.
    Sich für die Geburt die bestmögliche Unterstützung und Begleitung zu suchen, schwächt diese Leistung und diese Stärkung keineswegs. Man wird nicht unmündig davon, dass man sich Unterstützung bei der Behauptung der eigenen Mündigkeit sucht. In Urzeiten hat Frau vermutlich auch vorgesorgt um Verteidiger im Falle eines Angriffs durch ein Wolfsrudel dabei zu haben.
    Das doulas zur Regel werden, fände ich allerdings dahingehend problematisch, dass so nur die Unterversorgung durch Hebammenunterstützung – auf eigene Kosten – ausgeglichen wird.
    Die Tätigkeiten/Aufgaben der doula erscheinen mir (allerdings mit rein theoretischer Bildung zum Thema doula) teilweise die der Hebamme und teilweise die des/der Partners/in zu sein. Hat die Frau keine Unterstützung durch Partner/Partnerin/Freund/-in/Mutter oder erscheint Uhr diese nicht ausreichend, ist die Möglichkeit einer Doula sicher eine gute Lösung, wenn sie aber die Hebamme ersetzt und sei es, da die diensthabende Hebamme höchstens kurz vorbeischaut, ist das meiner Meinung nach bedenklich und unterstützt nur die Abschaffung der Hebamme (die mir lange ähnlich wahrscheinlich erschien wie die Zombie Apokalypse….aber zu Zeiten von Trump, brexit, afd und pegida …. erscheint sie mir leider zunehmend möglich).

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    1. Steffi, danke für deinen Kommentar. Der ist ja voll von nachdenkenswerten Aussagen. Sich entmündigen zu lassen als Ergebnis eines Gleichberechtigungsbedürfnisses aus einer falsch verstandenen Emanzipation heraus. Darüber werde ich mir mal den Kopf zerbrechen.

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  6. Silvia Streifel · · Antworten

    Ich habe das große Glück schon vor dem ersten Kind eine Mutter kennen gelernt zu haben, die im Geburtshaus geboren hatte. So habe ich unser erstes Kind im GH geboren – beinahe ohne Untersuchungen. Ich brauchte vor allen Dingen meine Ruhe. Schon die Frage meines Mannes, ob ich etwas trinken wolle, brachte mich aus dem Konzept. Die Fahrt zum GH war für mich der Horror. Der Rest der Geburt war für mich ein beeindruckendes Erlebnis.

    Deshalb war gleich klar: Nur noch zu Hause. Sohn 1 kam dann mit der gleichen Hebamme zu Hause zur Welt und in wenigen Tagen werde ich auch Kind 3 in „meiner Höhle“ gebären. CTG hatte ich noch nie, vaginale Untersuchungen während der Geburt und diesmal auch während der SS nicht.

    Und meine Hebamme – es wird wieder die gleiche sein – ist mehr als bereit in dem Abstand einfach nur da zu sein, der mir gerade zusagt. Welch ein Segen – ich bin so dankbar sie zu haben. Denn ganz alleine würde ich mich zwar noch immer sicherer fühlen als im Krankenhaus, doch so ist es für mich perfekt.

    Gleichzeitig weiß ich von vielen Frauen, dass sie nur den Rahmen im Krankenhaus als sicher empfinden. Und auch das kann ich gut nehmen. Ich habe auch schon von einigen wundervollen Geburten im KH gehört.

    Ich glaube die Menschen bei einer Krankenhausgeburt handeln in der Regel nach bestem Wissen und Gewissen. Was schief läuft ist das dahinterliegende System mit all den wirtschaftlichen Interessen (Versicherungen, Krankenhaus als Unternehmen, Pharmaindustrie).

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    1. Wie schön zu lesen, dass bald ein neues kleines Wesen geboren werden wird. Ich wünsche dir einen kraftgebenden und berauschenden Geburtsmoment. Und danke, Silvia, dass du deine Erfahrungen hier teilst.

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  7. Sabrina · · Antworten

    Hallo! Ich kann dem Artikel wie den bereits vorhandenen Kommentaren nahezu vollständig zustimmen, aus eigener Erfahrung und von Berichten anderer Frauen. Es fällt mir schwer, andere Frauen anzusprechen und sie zu informieren und zu sensibilisieren, damit sie gut durch ihre Geburt gehen können. Wer bin ich, dass ich ihnen so etwas sagen dürfte? Aber wir müssen darüber reden, sonst folgen wir weiter der Mehrheit und erfahren ja gar nicht, wie gebären tatsächlich sein kann. Ich hatte eine wirklich gute 1. Geburt im Krankenhaus, weil wir einfach zu schnell waren glücklicherweise. Nicht auszudenken, wie wunderschön es hätte sein können bei richtig guter Begleitung und Bestärkung! Selbst bei der 2. Geburt zu Hause gab es einen Moment, wo ich ein Angebot ablehnen wollte und mich nicht getraut habe. Ich war eigentlich zu sehr am Gebären und dachte dann doch, es wird wohl nötig sein, wenn die Hebamme es vorschlägt ( und meine Hebamme war toll!). Glücklicherweise waren wir auch da zu schnell und es kam nicht zur Umsetzung des Angebots. Es ging also ohne 🙂 Beide Male bekam ich Stress durch vorgeburtliches CTG, das würde ich in Zukunft dringlichst vermeiden wollen. Danke, dass es den Blog gibt, das Thema ist so wichtig. Über das Buch würde ich mich wahnsinnig freuen, da mich das wirklich sehr interessiert und ich mich schon viel mit beschäftige.
    Herzliche Grüße!

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    1. „Wer bin ich, dass ich ihnen so etwas sagen dürfte? Aber wir müssen darüber reden, sonst folgen wir weiter der Mehrheit und erfahren ja gar nicht, wie gebären tatsächlich sein kann.“
      Das hast du schön gesagt, Sabrina. In diesem Zwiespalt befinde ich mich auch regelmäßig. Die schlimmen und unrefelktierten Geburtserfahrungen werden einem ungefragt um die Ohren gehauen, wenn es geht noch kurz vor der Geburt. Aber die Berichte der schönen Geburten erfährt man nicht. Denn wenn eine Frau berichtet, dass sie eine tolle Geburtserfahrung gemacht hat, ist sie gleich Außenseiterin und denkt sich das womöglich alles nur aus. Dann will keiner mehr mit dieser Fraue reden, die spinnt ja. Ist mir selbst schon passiert. Das fühlt sich richtig schlecht an. Das was frau erlebt hat, darf nicht sein, denn es past nicht in die Norm(alität). Danke für deinen Kommentar, Sabrina.

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  8. Susanne · · Antworten

    Wirklich toller Artikel! Ich habe ihn gleich an sämtliche Bekannte die aktuell
    schwanger sind weiter gegeben, in der Hoffnung ein Nachdenken zu bewirken.

    Leider wird die Sache mit der Geburt so wie es hier nach Standard abläuft einfach ohne Nachzudenken als gegeben hingenommen, nach dem Motto ‚Hauptsache das Baby ist irgendwie da raus gekommen‘.

    Erschreckend finde ich dabei wie diese Horrorgeburten durch die Medien propagiert werden. Frau sieht von klein auf nur diese furchtbaren ‚Entbindungen‘. Kein Wunder, dass alle Angst haben vor der Geburt. Entweder Frau will deshalb keine Kinder oder der Modus wird so hingenommen. Auf die Idee, dass es anders geht kommt keiner.

    Ich selbst habe im Juli 2014 bei einer wundervollen, schmerzfreien Hausgeburt mein erstes Kind selbst geboren. Meine Hebamme hatte nicht viel zu tun 🙂 Am liebsten hätte ich für jede Frau dieses wunderbare Geburtserlebnis. Leider sind die meisten Medienverseucht und Beratungsresistent. Ich wurde sogar von einigen gefragt ob ich dann hinterher in’s Krankenhaus bin damit ein Arzt sich das anschaut. Das die Hebamme da mehr Ahnung hat ist gar niemandem aufgefallen. Viele waren erstaunt, dass Hausgeburten möglich sind. Waren der Meinung das wäre verboten. Tja, die Selbstbestimmung der Mutter ist abgeschafft.

    Das Buch wird hoffentlich einigen die Augen öffnen. Wenn sie Glück haben noch vor ihrer Entbindung.

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    1. Liebe Susanne, danke für deinen Kommentar. Ja, medienverseucht und beratungsresistent. In einer Zeit, in der wir medial abhängig sind und in der das persönliche und vertraute Gespräch keinen Stellenwert mehr zu haben scheint, geht es leider sehr schnell, dass frau sich von den Bildern beeinflussen lässt. Sie liegen wie eine dicke Schicht über ihrem Körperwissen und ihrer Intuition. Diese Schicht wird dann oft auch als Schutzschild verwendet, auch wenn es sich nicht stimmig anfühlen mag. Die Angst nicht der gesellschaftlichen Norm zu entsprechen ist größer, als die Chance sich selbst zu vertrauen und mutig, mit starkem Rückgrat und voller Hoffnung, einen Weg zu gehen, der am Ende zu sich selbst führen kann.

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      1. Sabrina · ·

        Ich würde die Medien an der Stelle nicht verteufeln. Dieser Blog mit tollen Artikeln ist auch ein Teil der Medien, ebenso wie viele andere, tolle Geburts-Berichte in Foren etc. Was ich in Medien gefunden habe, hätte ich in einer Kleinstadt nicht entdecken können. Momentan erlebe ich Freundinnen und Familienmitglieder oft als genauso zweifelhafte Ratgeber. Aber es ist ein schwieriges Feld, das stimmt.

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  9. Beim Thema medienverseucht dachte ich zum Beispiel an Sendungen auf RTL 2 oder Artikel in bunten Magazinen 🙂 Aber du hast recht, auch Blogs sind Medien.

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